(c) 2004 Klaus Schmidt
Stell Dir vor

Stell Dir vor, Du stehst am Meer,
Du schmeckst auf Deinen Lippen die salzige Luft,
Du schließt Deine Augen und genießt den ganz besonderen Duft,
Du hörst wie die Wellen rhythmisch ans Ufer branden,
Du siehst wie Vögel auf Pfählen im Meer landen,
Du siehst weit draussen ein Schiff mit aufgeblähten Segeln,
Du weißt, dort bist Du frei und ohne Regeln.

Stell Dir vor, Du stehst auf einem Berg,
Du spürst auf Deiner Haut die kühle Luft,
Du hörst wie irgendwo ein Junges seine Mutter ruft,
Du siehst unter Dir Bäume mit ihren uralten Wipfeln,
Du siehst um Dich herum noch viel mehr Berge mit ihren schneebedeckten Gipfeln,
Du siehst wie weit über Dir ein Adler kreist,
Du weißt was da Freiheit heißt.

Stell Dir vor, Du stehst im Wald,
Du spürst im Gesicht von Zeit zu Zeit die Sonne,
Du genießt jeden Augenblick mit ganzer Wonne,
Du hörst ganz leise einen plätschernden Bach,
Du hoffst, daß diese Idylle nicht gestört wird durch Lärm oder Krach,
Du weißt, das Wasser strömt unaufhaltsam Richtung Meer,
Du wünscht Dir, Du könntest mit, frei ohne Gedanken, den Kopf ganz leer.

Stell Dir vor, Du stehst in der Nacht,
Du hörst wie die Grillen zirpen in der rabenschwarzen Nacht,
Du spürst wie sich die Kälte an Deinem Körper zu schaffen macht,
Du hörst die Bäume mit ihrem säuselnden Laub,
Du bist froh und dankst Gott, Du kannst es hören und bist nicht taub,
Du schaust zum Himmel und siehst so viele Sterne,
Du weißt, Du fühlst, es zieht Dich in die Ferne

Stell Dir vor, Du bist allein
Wär' es nicht viel schöner, ich könnte bei Dir sein?
All dieses zu zweit erleben,
Alle Höhen und Tiefen gemeinsam durchleben,
Das Meer, den Berg, den Wald, die Nacht,
Wie schön wär' es, wenn dabei einer den anderen anlacht.