
Der Wasserfall
Dort vor Dir liegt der Wasserfall,
mit seinem Wasser wie als Wall.
Gespeist aus kaum mehr als einem Bach,
schießt das Wasser herunter mit großem Krach.
Das Wasser von den Gipfeln dort oben,
wo selbst jetzt noch Schneestürme toben.
Das Wasser so klar und kalt,
trifft es dort am Fuße mit großer Gewalt,
nach seinem langen Sturz entlang der Felswand,
diese zum Teil verwittert in Äonen zu feinem Sand
und bewachsen mit allerlei Ranken und Moosen,
mit unglaublich lautem Rauschen und Tosen,
in den See von gar nicht kleiner Größe,
noch gar nicht ahnend das kommende Böse.
Denn dort genau an dieser Stelle,
hat ein Strudel seine Quelle.
Der Strudel reißt mit sich alles auf den Grund,
nichts entkommt dort seinem Schlund.
Dennoch wird das Wasser irgendwann,
dem Strudel entkommen aus seinem Bann,
mit aller Ruhe gemächlich aus dem See fließen,
hinab ins Tal, wo die Blumen sprießen.
Dort werd ich dann irgendwann eine Blume pflücken,
um Dich und Dein Herz zu entzücken.