
Die Legende des Zwergbarden
Diese Geschichte handelt von einem Zwergen,
wie ihr sicher wisst, kommen diese aus den Bergen.
Dieser eine war sogar für Zwerge äußerst klein,
doch sein Benehmen dafür genauso fein.
Doch da er nunmal nicht einer der Größten war,
machten sich lustig über ihn nicht nur ein paar.
Das war wohl mit der Grund,
daß er trat mit der Musik in den Bund.
Ja, glaubt es ruhig, ihr hört richtig,
die Kunst der Barden wurde ihm wichtig.
Die Anderen lachten nur zu Beginn,
mit der Zeit kam ihnen jedoch Zorn in den Sinn.
Der Zwerg ließ sich aber nicht weiter stören,
er verließ seine Heimat: „Lebt wohl, ihr müsst mich nicht mehr hören!“
So zog er hinaus in die weite Welt,
verdiente sich mit kleinen Arbeiten ein bischen Geld.
Doch nie vergaß er seine Kunst zu proben,
sein Fleiß war enorm man mußte ihn loben.
Schließlich wollte er vor Publikum auftreten,
dazu mußte er schon fast betteln und beten.
Doch kaum hörten sie ihn spielen und singen,
konnte er sie auf seine Seite bringen.
Sie lautschten seinen Melodien ganz gebannt,
konnten gar nicht glauben, wie sie hatten ihn verkannt.
Er begann dann nun durchs Land zu reisen,
es gab nicht wenige, denen er sich mußte beweisen.
Doch dieses meisterte er mit Bravour,
eine Sache, ein Problem, gab es nur:
Es geschah an einem jenen Tage,
er spielte für einen Fürst und sein Gelage.
Sie fiel ihm sofort in der Menge auf,
ab da nahmen die Dinge ihren Lauf.
Er nahm sein Herz in beide Hände,
und sprach sie an, kaum war sein Spiel zu Ende.
Die Tochter des Fürsten hatte sein Herz berührt,
und so hatte eins zum anderen geführt.
All das Klagen der Tochter war vergebens,
es war wohl einfach das Spiel des Lebens.
Der Fürst ließ ihn aus der Stadt verbannen,
traurig machte sich der Zwerg von dannen.
Er zog kreuz und quer durchs ganze Land,
wo überall seine Musik großen Anklang fand.
Mit den Jahren eilte ihm sein Ruf weit voraus,
überall wo er spielte fand er stürmischen Applaus.
Doch eines konnte er nie vergessen,
es raubte ihm sogar den Appetit zum Essen.
Das war die Liebe zur Tochter des Fürsten,
immerzu mußte er an sie denken und nach ihr dürsten.
Aber eines Tages geschah es dann doch,
der Fürst kam in die Stadt, wo der Zwerg verweilte noch.
Alt und schwach geworden sprach er zu dem Zwergenbarden:
„Hört her, ich weiß Ihr mußtet all' die Jahre darben,
doch ich bitte Euch, verzeiht einem alten Mann,
nehmt meine Tochter zur Frau, so daß ich es noch erleben kann,
wie sie und auch Ihr glücklich seid,
geht zu Ihr, sie wartet in ihrem besten Kleid.“
Dies also ist die Legende,
sie fand ein glückliches Ende.
Und denkt stets daran, wenn ihr jemand Kleines seht,
die äußere Schönheit kommt und vergeht.
Die inneren Werte sind die, die zählen,
also wenn ihr müßt dann eines Tages wählen.
Nehmt das, was ein Leben lang währt,
wovon ihr auf ewig zehrt.